Workspaces – Episode 14 – Anatol Atonal

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Vor ewigkeiten habe ich die Workspace Fotos von Anatol Atonal bekommen. Immer kam etwas dazwischen, doch jetzt konnte ich endlich genügend zeit aufbringen die Bilder online zu stellen. Anatol hatte auch noch zeit mir die Standard Fragen zu beantworten. Wem Anatol Atonal nicht bekannt ist sollte seine Soundcloud oder seine Bandcamp Seite auschecken! Viel spass beim lesen! Enjoy!

Wer bist du? Was machst du?
ich bin anatol atonal. hänge ab, musik und denken is meine welt… bin ein basler bebbi… früher hab ich in basel die hop hop show bei radioX moderiert und generell immermal radiokram gemacht.

ich hab familie in berlin aber bin in der schweiz aufgewachsen: basel ist meine westentasche/hood oder wie manns nennen will, (auf jedenfall hab ich da die “strasse” studiert, bis ich plötzlich n student geworden bin, ohne je ein zehntes schuljahr gemacht zu haben…) schule ist nur ein weg den kindern stillsitzen beizubingen. die klammer kann man getrost ausklammern, is uninteressant.

Wie kamst du zum produzieren?
musik war schon immer meins. vom vater mit jazz und funk erzogen worden und der funk und rare grooves “filmusik/libary stuff” bleibt wohl auch immer meine referenz nummer eins. meine ma ist eine schriftstellerin, deswegen immer schon der spass an wörtern und sätzen. angefangen beats zu baun habe ich vor 13 jahren, als meine ma mich fragte, was zum teufel ich brauche um was anderes zu machen als arbeitslos zu sein und schulen abzubrechen, also hab ich gesagt: nen plattenspieler und ne MPC!

dann über viele jahre die nächte an dem zeugs gesessen und da kein anderer meine beats pickt, musste ich dann halt selbst was drüber schreiben. ich baue also schon lange beats und habe auch hörspielmusik und so gemacht, aber beats sind mein groove… ich versuche eigentlich immer nen rap beat zu machen, wenn ich mit nem teil anfange, aber ich schaffs nie wirklich….

Was hast du alles produziert?
ich hab ca. sechs alben und ep´s “plus gute drei instrumental teile” fertig geschrieben auf halde liegen, aber komm nicht dazu, was ordentlich zu releasen.. torkeltol 2 gibts zB eigentlich schon seit guten vier jahren… aber ich wills halt eigentlich nochmal besser aufnehmen, wie so vieles!! hab kein studio und keine leute dies mir leicht machen würden und ich hab kein talent für öffentlichkeitsarbeit und organisation… hoffe in zukunft gehts besser mit der ROL familie und unserem “label”: mummed musik!!!

da kommt dann wenn alles gut geht in zukunft auch einiges raus… ich versuche nach dem studium alle projekte aufzuarbeiten und zu einem abschluss zu bringen: zB torkeltol2(turtles) / solo: “icke homo” 70 minütiges selbstgespräch zwischen hörspiel und quasimoto style!! / instrumental platte / dann schreib ich an nem album mit band aus der weimarer jazzschul-connection, mit denen ich auch auftreten will!!
dann ein album mit meinen homies aus basel: sehr viele features und ich rapp auch mal schweizerdeutsch, aus spass, aber fuck ich flowe besser in der sprache, weil ich da freier bin!
ach und und mal sehn….. mein grösster wunsch ist: dass endlich mal gute rapper meine beats picken und sich die mühe geben richtig auf dem beat zu schreiben, die ganzen veränderungen mitnehmen und dadurch echt abwechslungsreiche scheisse flown… viele können das aber nicht und nur 16ner auf nem loop schreiben….

Welches equipment benutzt du?
samples samples und samples… also gaaaanz viele platten! dann kommt selbst gespieltes mit allem was mir in die hände fällt, ich sammle auch komische instrumente und so… ja und dann wirds meist auf der Akai mpc1000 + jjos arangiert und immer öfter auch mal in protools auf mehreren spuren ^^

ach und meine gang is: halb basel und die ROL/shalomsalon familie, die sich in weimar gegründet hat, als wir alle zusammen in ner wg wohnten, mit einem zimmer-studio von dem aus wir auch radioshows auf den äther geschossen ham…

Du machst Beats und möchtest hier teilnehmen? Schreibe mir einfach eine E-Mail.

Workspaces – Episode 13 – Marcus B.

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Ich hatte letztens die gelegenheit mit Marcus B. zu quatschen. Da ich die Workspaces Serie ziemlich vernachlässigt hatte gibts jetzt ein schönes feature mit Ihm. Soviel ist verraten: Er hatte richtig viel zu erzählen! Wer Marcus B. nicht kennt sollte sich seine Produktionen für die Funkverteidiger anhören oder sich direkt das neue Sendemast Album besorgen. Enjoy!

Marcus B.
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